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Der Huflattich ist in seiner Erscheinung eher unscheinbar, zumal er magere Böden besiedelt, die ihm meist nur eine kleine Wuchshöhe zugestehen. So wächst er selten über 20 Zentimeter Hohe heran und bildet eher bodendeckende Kissen. Das Laub ist kräftig grün eingefärbt und von lederartiger Konsistenz.

Der Huflattich wird seit dem Altertum als Medizinpflanze gegen Erkältung und Husten verwendet. So ist eine medizinische Wirkung neben den schleimlösenden Stoffen auch den in nachweisbaren Mengen vorkommenen Alkaloiden zuzuschreiben. Einigen dieser untersuchten Stoffe werden als karzinogen eingestuft. Ähnlich wie im Fall von Beinwell enthält Huflattich Anteile von hepatoxischen und karzinogenen, also leberschädigenden und krebsauslösenden Pyrrolizidinalkaloiden.

So sollte nicht auf große Mengen von Huflattich als Notnahrung zurückgegriffen werden, auch wenn Huflattich seit jeher als pflanzliche Notnahrung beschrieben wird!

 

Huflattich: Tussilago farfara

Verbreitung:
Der Huflattich Tissilago farfara wurde mit der Zeit fast weltweit verbreitet. So lässt er sich auf allen Kontinenten mit Ausname Australien finden. Er besiedelt Ruderalstandorte und magere Böden wie Feldwege und Bandämme. An diesen Stellen bildet er häufig Teppiche und kleine Flure. Dabei wurzelt er oft zeischen Kieß und Sand mit geringem Humusanteil.

Essbarer Teil:
Essbar sind prinzipiell alle Teile des Huflattichs. Besonders die großen Blätter und die Blattstiele lassen sich roh verzehren oder zu einem Spinat kochen. Die Wurzeln sind etwas mager, können jedoch zerfasert und ausgekocht werden. Wenn der Huflattich blüht können die Aromatischen Blüten zu einem Tee gekocht werden.

Beschreibung:
Der Huflattich ist in seiner Erscheinung eher unscheinbar, zumal er magere Böden besiedelt, die ihm meist nur eine kleine Wuchshöhe zugestehen. So wächst er selten über 20 Zentimeter Hohe heran und bildet eher bodendeckende Kissen. Das Laub ist kräftig grün eingefärbt und von lederartiger Konsistenz.

Der Huflattich ist deshalb besonders Interessant für uns, weil er einige einfachen Erkennungsmerkmale anbietet. Sehr auffällig ist die Form der Blätter, die Namensgebend sind. Das Laub ist übertrieben huf- oder herzförmig gelappt, wobei die einzelnen Enden übereinander liegen. Das Blatt erinnert so an den Huf eines Pferdes. Die Blattspreite ist mit deutlich sichtbaren Nerven durchzogen und durch viele kleine violett-schwarze Zähnchen flankiert.

Während die Oberrseite des Laubs nur gering behaart sind, ist die untere Blattseite strak befilzt. Diese Trichome lassen sich mit den Fingern abrubbeln.

Die Blüten sind gold-gelb und übertreffen das Laub zentra an einem beschuppten Stiell stehend an Höhe. Der Huflattich ist jedoch häufig  ohne Infloreszens anzutreffen.

Wert der Pflanze/ Inhaltsstoffe
Einerseits ist Huflattich aufgrund seiner einfachen Bestimmbarkeit eine der Pflanzen, die gerne als Notnahrung benutzt werden. Hier ist jedoch wie so häufig in der Pflanzenwelt ein wenig Vorsicht angebracht.

Der Huflattich wird seit dem Altertum als Medizinpflanze gegen Erkältung und Husten verwendet. So ist eine medizinische Wirkung neben den schleimlösenden Stoffen auch den in nachweisbaren Mengen  vorkommenen Alkaloiden zuzuschreiben. Einigen dieser untersuchten Stoffe werden als karzinogen eingestuft. Ähnlich wie im Fall von Beinwell enthält Huflattich Anteile von hepatoxischen und karzinogenen, also leberschädigenden und krebsauslösenden Pyrrolizidinalkaloiden.

So sollte nicht auf große Mengen von Huflattich als Notnahrung zurückgegriffen werden, auch wenn Huflattich seit jeher als pflanzliche Notnahrung beschrieben wird!

Im Falle von Atemwegsreizungen kann jedoch wirksamer, hustenstillender und schleimlösender Tee aus Huflattichblättern  bereitet werden.

Verwechslungsgefahren:

Huflattich besitzt eine gewisse Ähnlichkeit mit Pestwurzarten, die jedoch weiß und nicht golden blühen. Außerdem ist das Laub eher dreieckig geformt.

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