| Tag 12, 15. September 2006 : Wasser als Quelle allen Lebens |
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Nachdem wir heute Morgen mit etwa 3 Litern Reserve losgelaufen sind, hatten wir noch etwa 20 Kilometer vor uns. Vor Tagesanbruch packten wir zusammen um den Wasserverbrauch bei geringerer Hitze des Vormittags so klein wie möglich zu halten. Nach etwa zwei Stunden erreichten wir endlich die Napier-Ranges. Hier ist nur ein kleines Stück zwischen den hohen Felsen der ehemaligen Riffkette zum durchlaufen frei. Wir haben die Hoffnung, dass sich deshalb an den Felsen Wasser anstaut. Doch auch hier war nichts. Der Kopf von Queen Victoria, ein natürlicher Felsen mit der Form der ehemaligen Königin hing über uns, als ich einen Zaun entdeckte. Dort hinter stand ein kleines Silo. Ich und Markus kletterten über den Zaun und betrachteten den kleinen Tank. Er war oben offen und… voll veralgtem Wasser.Wir jubelten und schütteten uns mit dem Hut das Wasser über den Kopf. Es war herrlich Kalt uns musste irgendwo aus den Felsen hier kommen. Keine zwanzig Meter entfernt stand eine Viehtränke. Wir setzten uns neben sie und filterten uns das Wasser in den Mund.
Nach dem wir einen Wassersack mit Trinkwasser aufgefüllt hatten machen wir uns auf zur letzten Etappe zum Fluss. Nach etwa 10 Kilometern, mittlerweile bei Mittagshitze erreichen wir endlich die Querung des Lennard River. Als er in Sichtweite kommt fangen wir an zu jubeln und zu rennen. Wir stolperten den Weg zu den Felsen herunter und legen die durchschwitzten und dreckigen Tragegestelle ab. Kurze Zeit später stehen wir im Wasser. Wir liegen im Wasser und kühlen uns ab. Seit unserem letzten Besuch vor fast zwei Wochen ist der Wasserspiegel stark abgesunken. das Wasser so algig, dass wir alle zwei Liter den Filter putzen müssen. Es ist herrlich. Wir rutschen immer wieder mit dem Hintern über die glitschigen Felsen im Wasser und fangen an uns zu waschen. Hier in diesem Wasserloch sind alle Fische so stark zusammengedrängt, dass es kaum etwas Zeit dauert um Essen zu fangen. Die frechen Schützenfische zwicken uns in die Fußzehen. Im Gegenzug packen wir unsere Angelausrüstung aus, die uns Günter Fleckenstein von fishingtackle24.de zur Verfügung hatte und fangen Fische wie wir nur können. Diese wandern direkt über einen Umweg durch ein Feuer in unsere Mägen, die diese Menge Nahung nicht gewohnt sind. Die Ruten lassen wir im Wasser stehen. Trotz der harten Beanspruchung sehen sie aus wie neu. Tage lang über den Felsen gezerrt, durch Gestrüpp gezogen… Alleine die Schnur ist weiß eingetrübt und hat durch die extrem harte UV-Strahlung einiges an Leistung eingebüßt. Den Mittag bei 43 Grad verbringen wir dösend im Zelt. Wir stehen nur auf um die Ruten einzuholen. Auf einen großen Black Bream folgen zwei riesengroße Süßwassergarnelen und ein großer Aal. Wir nehmen uns vor einige Tage hier auszuspannen um danach die letzte Etappe in einem Stück durchzulaufen. Vier Tage lang durch das absolut wasserfreie letzte Drittel. Darauf müssen wir uns vorbereiten.
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