Essbare Pflanzen, Pflanzliche Notnahrung: Dirty Dozen - Rosen

Die Gattung Rosa ist fast überall auf dieser Welt verbreitet - nicht nur in den Ziergärten sondern auf der gesamten nördlichen Hemisphäre auch wild lebend.
Hagebutten, die Früchte der Rosen, sehen nicht nur so aus wie kleine Äpfel oder Birnen, sondern sie sind es praktisch auch. Wie nahezu jedes einheimische Obst gehören Rosen neben Brombeeren, Erdbeeren und vielen anderen Pflanzen zu den Rosengewächsen.
Ebenso auch die Mandeln. Hier ist allseits bekannt, dass diese Blausäureverbindungen enthalten, die durchaus zu tödlichen Vergiftungen führen können. Was aber nicht jeder weiß: fast alle anderen Rosaceae enthalten diese sogenannten cyanogenen Glycoside im Kern. Wer große Mengen davon verzehren muss, wenn im Winter beispielsweise nur noch die verfaulten oder vertrockneten Früchte am Strauch hängen, muss die Samen vorher entgiften. Dies kann ebenso wie bei Fruchtfleischarmen Arten durch ein Abtrennen des restlichen Zuckers durch Kochen und Zermusen der Samen und späterem Rösten geschehen.
Die Blausäureverbindungen werden bei diesem Vorgang zerstört und ungefährlich. Ebenso werden Samen anderer Rosengewächse verarbeitet -- denn das Fruchtfleisch ist nahezu immer essbar -- die Samen jedoch zumeist giftig.