Die Liste des Bundesamts

Das Bundesamt empfiehlt in seiner Checkliste für einen 2-Wochen Vorrat pro Person:

Getränke 28 Liter

Bei dem vorgeschlagenen Getränkvorrat wurde über den reinen Bedarf hinaus ein Zuschlag vorgenommen, um unabhängig von der öffentlichen Trinkwasserversorgung auch über

Wasser zur Zubereitung von Lebensmitteln wie z. B. Teigwaren, Reis oder Kartoffeln zu verfügen.

Getreide 4,9 kg

Getreideprodukte Brot, Kartoffeln,

Nudeln, Reis

Gemüse 5,6 kg

Denken Sie daran, dass Gemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder in Dosen bereits gekocht sind und für getrocknete Produkte zusätzlich Wasser benötigt wird.

Obst, Nüsse 3,6 kg

Bevorraten Sie Obst in Dosen oder Gläsern und verwenden Sie als Frischobst nur lagerfähiges Obst.

Milch 3,7 kg

Milchprodukte

Fisch, Fleisch, Eier, 2,1 kg

Bitte beachten Sie, dass frische Eier bzw. Volleipulver nur begrenzt lagerfähig sind, Volleipulver ist hingegen mehrere Jahre haltbar.

Fette, Öle 0,5 kg

Sonstiges Zucker, Süßstoff, Honig, Marmelade,

Nach belieben Schokolade, Jodsalz, Fertiggerichte (z. B. Ravioli, getrocknete Tortellini, Fertigsuppen), Kartoffeltrockenprodukte (z. B. Kartoffelbrei), Mehl, Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen

(Quelle: Checkliste Bundesamt für Katastrophenschutz)

Die Reaktion der von mir dazu angesprochenen erfahrenen Fernreisenden, die regelmäßig über längere Zeit autark unterwegs sind ist: ein ungläubiges Kopfschütteln.

25 kg Lebensmittel für 14 Tage?!? das sind mehr als 2 kg am Tag.

Soll mit dem Proviant eine kleine Armee versorgt werden?

Wer vier Wochen überdauern möchte, braucht übrigens weder Fleisch noch Eipulver, Gemüse oder Kartoffeln – und vor allem nicht in dieser Menge.

 

Außerdem werden einige Vorgaben für einen Notvorrat nicht eingehalten:

  • Unbegrenzte Haltbarkeit (Regelmäßiger Austausch der Lebensmittel)

  • Ungekühlte Lagerbarkeit (Stromausfall – Platz im Kühlschrank)

  • Kein Kochen oder langwieriges Erhitzen notwendig (Treibstoff zum Kochen, Brandgefahr, Verletzungsgefahr)

  • Keine Verkeimung/Vergiftungsmöglichkeit (Frischfleisch, Obst und Gemüse)

  • Kein unnötiger Wasserverbrauch (Trinkwasser ist wichtiger als geputztes Gemüse)

  • Billig (jeder in der Bevölkerung muss sich den Proviant kaufen können)

  • Platzsparend (jeder in der Bevölkerung muss den Proviant einlagern können)

Muss es schmecken? Nicht unbedingt. Diese Antwort kennt jeder, der regelmäßig Reiseproviant für mehr als eine Woche zusammenstellt.