Die Spork hat vor allem für das Ultralight Krekking den Outdoormarkt erobert. Aus Holz gebaut ist sie nicht nur eine nette Schnitzerei sondern auch beim Survivaltraining ein gut brauchbares Besteck mit dem Fleisch genauso gegabelt werden kann wie dünne Kräutersüppchen gelöffelt.

Bevor ich die Bauanleitung beschreibe erkläre ich zuerst einmal was eine Spork ist. Das Wort leitet sich ab von den englischen Begriffen Spoon und Fork, also Löffel und Gabel: Löbel oder Gaffel... Die Spork  ist also ein Bastard, ein Löffelgabelhybrid. Anwendung hat diese Version aus Lexan oder Titan im Outdoorbereich schon bei den Ultralieichtwanderern und beim alpinen Klettern gefunden, wobei es um jedes eingespartes Gramm Gewicht geht. Unsere Holzspork hat nicht den Zweck dass sie eine Gewichtsersparnis ist, sondern sie reduziert die Anzahl der Ausrüstungsgegenständen.Vor allem für den Waldläufer ist das interessant. Mit einem Spork lässt sich eine gebratene Schnecke ebenso vom heißen Stein pieksen wie Brennesselsuppe löffeln.
Zum Grundblock ist anzumerken, dass das Holz am besten trocken und spannungsfrei sein sollte, da die lange Arbeit umsonst wäre, wenn das Stück beim späteren Trocknen einreißt. Zuerst suchen wir die Eigenbiegung des Holzes, indem wir ein Ende aufstellen, am anderen locker halten und in der Mitte leicht drücken. Diese Eigenbiegung nützen wir aus, um den Griff geschwungen zu machen ohne übermäßig viele Fasern vor dem Kernholz zu beschädigen. Auf der konkaven Seite flachen wir das Rundholz ab. Außerdem wird es der Länge nach zu einem Trapez ausgedünnt. Wurde das gemacht, wir die Form angezeichnet. Nun kann man damit beginnen mit einem scharfen Messer die Form auszuarbeiten und nach und nach von außen das Material zu entfernen. Die Höhlung, die einen Löffel ausmacht wird zu Anfang noch nicht eingeschnitten.

Wir achten darauf, dass der Faserverlauf nicht springt und so das Werkstück halbiert. Wenn wir sehr kurzfaseriges Holz verwenden und ein scharfes Messer, sollte das kein Problem sein, dennoch immer daran denken: kleine Schnitte machen. Nie tief und ungeduldig einschnitzen. Wenn wir den Stiel ausarbeiten muss besonders darauf geachtet werden, dass dem ursprünglichenFaserverlauf gefolgt wird und er nicht durchtrennt oder angeschnitten wird. Am Verbindungsstück zwischen Schale und Stil lassen wir unten einen Steg stehen, der das gesamte Gerüst noch etwas stabilisiert. Ist die Form ausgearbeitet, können Sie sich daran machen die Kuhle auszuschneiden. Diese Arbeit ist heikel, weil dabei einige Spannung auf der dünnen Fläche steht. Wenn man sich unsicher ist oder das Material schon einen kleinen Riss zeigt, legt man das Messer weg und arbeitet mit Sandpapier weiter. Zuerst vertieft man mit 80er Papier die Kuhle bis das Material noch rund 2 mm dick ist. Wenn die Schale schön ausgearbeitet ist kann man sich überlegen ob man nicht lieber einen Löffel herstellt. In diesem Fall schneidet man den vorderen Rand nicht ab, sondern schleift weiter mit Papier, bis die gewünschte Form erreicht hast.

Entscheidet man sich jedoch dafürden Spork zu basteln, schneidet man vorsichtig von oben in die Kuhle und schnitzt eine mittlere Zinke. Nun ist eine dünne und scharfe Klinge besonders wichtig, damit beim Schneiden die Holzscheibe nicht auseinandergehebelt wird. Am Ende wird die Form mit Sandpapier oder Sand noch abgerundet und die Spitzen der Spork kurz mit Feuer gehärtet. Das Holz kann noch eingeölt werden Und der Knauf mit einer ausladenden Landschaftsschnitzerei oder Wandevfersen verziert werden. Wenn alles geklappt hat kann eine Spork zum Beispiel so aussehen wie auf den Abbildungen.