Eine selbstgebaute Machete kann Ihnen in einigen Situationen hilfreich sein. Man kannst ihren Griff auf die eigene Handgröße anpassen und spart durch die dünne Klinge einiges an Gewicht. Hier erfahren Sie, wie Sie sich ein kleines Haumesser gegen leichtes Gestrüpp und Brennesseln selbst herstellen können.Als ich das erste Mal daran gedacht hatte eine Machete selbst zu bauen, war ich 14 und gerade mit einem Freund vom Fischen zurückgekehrt.

Am Gewässerufer hatten wir unseren unseren Spaß mit den beliebten Pflanzen gehabt, die Nesseln und wohl gegen Gicht helfen sollen - also nichts für Bubenwaden.

Als ich das erste Mal daran gedacht hatte eine Machete selbst zu bauen, war ich 14 und gerade mit einem Freund vom Fischen zurückgekehrt.  Am Gewässerufer hatten wir unseren unseren Spaß mit den beliebten Pflanzen gehabt, die Nesseln und wohl gegen Gicht helfen sollen - also nichts für Bubenwaden. Wie häufig hat sich jeder von uns schon über das Gestrüpp am Ufer geärgert, wenn er versucht vor einer Stromschnelle mit dem Boot auszuwassern. Mittlerweile habe ich einige gute Haumesser, die mich teilweise schon auf größeren Reisen begleitet haben oder von dort mitgebracht wurden. Aber noch immer nehme ich mein kleines und vor allem leichtes Haumesser mit, gerade wenn ich mit dem Boot oder leichtem Rucksack unterwegs bin. Um sich eine kleine Machete herzustellen, ist nicht sonderlich viel Werkzeug und nur wenig Können erforderlich. Grundbaustein ist die federnde Stahlklinge eines Tapetenmessers, die zugegebenermaßen nicht aus dem besten Stahl besteht. Für BRennesseln und Brombeeren reicht das jedoch völlig aus.

Zuallererst habe ich im Baumarkt nach dem größten und breitesten Tapetenmesser gesucht und von seinem Griff befreit. Das war nicht ganz so einfach wie es sich anhört, da bei fast allen Messern starke Nieten als Befestigung dienen. Dieses Stahlband wurde gemäß der Zeichnung in die Machetenklingenform weiterverarbeitet. Dabei wurden die alten Nietenlöcher beibehalten und die Form mit der Eisensäge zuerst grob ausgeschnitten und dann mit der Feile feingeformt.
Wichtig bei Haumessern jeder Art ist eine kopflastige Klinge. Aus diesem Grund wird am unteren Schaftende die Klinge verjüngt. Der Stahl der Machete ist sehr schlecht schleifbar. Darum wird an der Klinge erst nur ein Grat angeschliffen, der später zur Schärfe geschliffen wird. Nur dieser Grad wird mit einer Lötlampe zum Glühen gebracht und unmittelbar danach in Wasser abgeschreckt. Nun lässt er sich viel einfacher und effektiver mit einerm Schleifstein schärfen. Dadurch sind die hinteren BEreiche der Machete etwas weicher und brechen nicht bei Biegung, während die Schneide sehr hart wird.

Um den Griff herzustellen habe ich eine meiner Handgröße entsprechenden Form mit der Stichsäge ausgeschnitten und mich dabei auch an Klinge und den Befestigungslöchern orientiert.
Damit die Klinge sicher aufgenommen werden kann, werden von den zweiteiligen Sperrholzschalen einige Holzschichten entfernt. Wenn beide S

chalenteile aufeinandergelegt werden und dabei die Klinge aufnehmen, ohne dass ein Spalt dazwischen bleibt, ist der Griff korrekt gefertigt. Entsprechend den Löchern in der Klinge werden Bohrungen in den Griff gesetzt. Außerdem werden am hinteren Griffende weitere Bohrungen für eine Bafestigungsschraube

und eine Kordel gesetzt. Die Klinge wird eingesetzt und beide Schalen werden mit Holzleim bestrichen, zusammengefügt und verschraubt.
Zum Schluss werden die scharfen Kanten der Griffschalen abgeschliffen und lackiert.

Das Ergebnis ist ein sehr leichtes Haumesser für leichtes Gestrüpp und Hecken - ein Werkzeug, das man im Outdoorhandel leider vegebens suchen wird.