Zuallererst suchen Sie sich einen angenehm weichen Soff. Ich bevorzuge Kunstfaser, da dieses Material länger feucht transportiert werden kann, ohne Schaden zu nehmen oder zu faulen. Als Füllmaterial bietet sich jede Art von Füllwatte oder eine 90/10 Feder/Daunen Mischung aus kleinen Kissen an, die es in jedem großen Kaufhaus für unter 3€ gibt, oder Sie schlachten einen alten Schlafsack.
Das Kissen wird so genäht, dass eine kleine Stelle immer leicht geöffnet werden kann (sie wird nur zugesteppt), damit Sie unterwegs nachfüllen oder es erst am Bestimmungsort füllen können. Beim Nähen achten Sie am besten darauf, dass die Stichweite nicht größer als 1 mm gewählt wird und dass alle Nähte doppelt abgesteppt werden, da das Kissen beim Komprimieren stark gezogen wird und die Nähte gerne reißen.

Die Füllmaterialmenge wird so bemessen, dass das Kissen gerade noch so in den Packsack zu stopfen ist. Das Kissen ist etwas länger als breit und wird bei weicher Kleidung ungefaltet und bei stark unebener Kleidung als Kissenersatz (Schuhe, Rucksack) einmal in der Mitte gefaltet auf den Haufen gelegt. Zu diesem Zweck befindet sich ein weicher Kunststoffdruckknopf an der Unterseite, der das zusammengefaltete Kissen in Form hält.

Zum Einpacken wird das Kissen im gefalteten Zustand sehr eng zusammengerollt und in die robuste Hülle gestopft. Es bedarf ein wenig Übung um es auch Anhieb zu schaffen.

Zum Auspacken einfach herausziehen und aufschütteln (Kissenprofis sagen: "loften lassen").


Infos zum Nähen: Der Stoff ist an der Faltkante abzubügeln und 1 cm vom Rand zu vernähen und der Rand mit Zick-zack einzufassen (oder doppelt umfalten). Am Ende wird das Kissen und der Packsack umgekehrt. Durch die kleine Öffnung, die nicht zugenäht wurde, wird das Kissen gefüllt. Diese Öffnung wird von Hand zugesteppt oder mit großen Stichen mit der Maschine verschlossen.

So sieht das Kissen aufgeschüttelt aus.

Nähplan zum Nachbau.
Kissen und Packbeutel Nähplan