Eine nette kleine Spielerei ist die Möglichkeit mit Hilfe einer Blechdose und natürlicher Materialien Feuer zu machen. Dabei wird der Blechboden der Dose eingedellt und auf Hochglanz poliert. Die etwas zeitaufwändige Vorbereitung wird durch ein hübsches und dauerhaftes "Feuerzeug" belohnt. Vorraussetzung dafür ist klar: Sonne. 

Eine besonders trickreiche Möglichkeit Feuer herzustellen, ist die Herstellung eines  Hohlspiegels. Nahezu überall auf der Welt lassen sich Stahl- oder Aluminiumdosen aus dem Straßengraben fischen oder von der nächsten wilden Müllhalde nehmen.

Um eine Grundform herzustellen sind zwei Möglichkeiten brauchbar. Zum einen läßt sich eine Coladose mit einem schon halbrund eingeformten Boden verwenden, zum anderen kann mit einem Messerknauf eine geeignete Hohlspiegelform herstellen.


Für die zweite Version kann jeder, auch ein flacher Dosenboden verwendet werden. Ob aus einer liegen gelassenen Raviolidose oder dem Deckel eines Marmeladeglases. Mit einem rund geschnitzten Holzpistill oder dem Messerrücken wird mit festem Druck immer Kreisförmig in den Dosenboden gedrückt. Die Arbeit dauert etwa eine halbe bis zwei Stunden. Wenn der Dosenboden recht dick gebaut ist, kann es nötig sein, die Metallfläche sternförmig und mit wechselndem Druck – in der Mitte stark, außen schwächer – zu bearbeiten.

 

Verwendet man den schon eingedellten Dosenboden, bzw. ist die Fläche ausreichend halbrund eingedellt worden, wird der Grobschliff aufgezogen. Feiner Sand wird genommen um die meist klar lackierte Dosenoberfläche vom Metall zu schleifen. Am besten wird der Sand angefeuchtet und mit dem Daumen geschliffen.

Nach dem das blanke Blech vorliegt wird fein geschliffen. Hierzu kann feinster Flussschlamm aufgetragen werden. Außerdem ist es möglich die weiße Asche von Stroh und Gras, fein geriebene Holzkohle, oder die Stengel von Ackerschachtelhalm als Poliermittel zu nehmen (Zu Hause zum Ausprobieren tut es auch die Edelstahlpolitur aus der Küche, andere Schwören auf Schokoriegel).

Nach einigen Stunden der Arbeit ist die Oberfläche vollständig blank poliert. Nun sollte die blanke Fläche etwas gefettet werden. Die Fettschicht braucht nur dünn sein, das Metal sollnicht sofort oxidieren und matt werden. Hierzu kann etwas Fett der eigenen Haare oder Haut oder Unterhautfett von abgezogener Notnahrung genommen werden.

Zum Feuer machen muss nun noch die Sonne scheinen. Die Dose wird genau in die Richtung des Sonnenstandes gehalten werden. Am besten orientiert man sich am Schatten unter der Dose. Sie ist richtig ausgerichtet, wenn der Schatten scharf und kreisrund erscheint. Nun wird eine Zunderrolle, besser noch ein Zunderstückchen an einem dünnen Stöckchen in den Brennpunkt gehalten. Bei genügend Sonne, der richtigen Behandlung und der korrekten  Entfernung – sprich: Zunder im Brennpunkt, beginnt der Zunder zu glimmen.

Nach etwas Pusten wird der Zunder in ein Feuernest gegeben und durch gleichmäßiges Blasen zum entflammen gebracht.