Bärlauch
Allium ursinum

Verbreitung:
Bärlauch kommt nahezu in der gesamten nördlichen Hämisphäre vor. Sammeln lässt er sich im Winter als Zwiebeln und im Frühjahr vor dem Verblühen vor allem in feuchten Wäldern und an schattigen Hängen.

Essbarer Teil:
Blätter, Blüten, Zwiebeln, die im Winter an jenen Stellen ausgescharrt werden können, von denen bekannt sind, dass dort Bärlauch wächst.

Beschreibung:
Der in riesigen Teppichen auftretende Bärlauch lässt sich oft schon aus weiterer Entfernung durch den starken Duft erkennen.  Eine leichte und deutliche Erkennung ist Anhand seines Knoblauchgeruches möglich, welcher den Zwiebeln und Blättern der Liliaceaen (Verwechslung!) fehlt. Die Blüten bilden typische kugelförmige Köpfchen aus (Zwiebelblüte) und sind  vor der Blüte durch ein dünnes Häutchen zusammengefasst. Der Blattstiel der Bärlauchblätter ist dünn zusammenlaufend; die Blätter sind lanzettlich - spitz. Die Ziebeln der Pflanze lassen sich im Winter ausgraben, hier ist jedoch erhöhte Vorsicht geboten. Die Bärlauchpflanzen bilden kleine Inselchen aus. Sie wachsen besonders zwischen Februar und April und können sich am besten vor der Blüte verwerten.

Wert der Pflanze/ Inhaltsstoffe
Als Alliaceae, also einem Lauchgewächs wie Zwiebel und Schnittlauch enthält er große Mengen von Allylsulfide - Schwefelverbindungen, die beim Zersetzen einen starken Geruch verströmen. Sie sollen im Volksmund gegen Stechmücken helfen. Die Pflanze selbst gilt als alte Heilpflanze und kann als "Grundnahrungsmittel" verwendet werden. Der hohe Schwefelgehalt kann jedoch für sensible Personen problematisch werden. Bärlauchblätter enthalten große Mengen von Vitaminen und Mineralien.

Verwechslungsgefahren:
Achtung! Der Bärlauch kann von ungeübten Sammlern mit Maigläckchen (Convalaria mayalis) und Herbstzeitlose (Colchicum autunumales) verwechselt werden. Maiglöckchen enthalten hochgiftige Herzglycoside; die Herbstzeitlose enthält ein hochpotentes Mutagen. Die Verwechslung der Pflanzen muss unbednigt ausgeschlossen werden! Ein sicheres Merkmal ist der Lauchgeruch, der jedoch auch bei Sammeln großer Mengen von Bärlauch an den Händen haften kann. Da besonders das Maiglöckchen an ähnlichen oder gar gleichen Stellen wachsen sind besonders folgende Unterscheidungsmöglichkeiten zu beachten:

Bärlauch:
Die dünnen Blätter besitzen deutlich schmalen und langen Stiel, der bis in den Boden von den anderen Blättern getrennt bleibt

Maiglöckchen:
Blätter sind deutlich fleischig, und stabil und verwinden sich häufig mit nachbarblättern zu einer gemeinsamen Spirale, die kurz über dem Boden von einer violetten Blattscheide eingefasst ist. Die Stiele sind deutlich kürzer und stabiler als beim Bärlauch.

Herbstzeitlose:
Blätter sind deutlich fleischig, und stabil. Mehrere Blätter entspringen einem Stiel. Die Blattform ist länglicher und schmaler. Häufig lässt sich eine Samenkapsel in der Mitte einer Pflanze ansprechen.