Knoblauchsrauke / Knoblauchskraut


Alliaria petiolata

Verbreitung:
Die Knoblauchsrauke kommt überall in Europa zum Ural und  weiter vor. Sie wuchert in feuchten Wäldern, auf Wiesen und in Gebüschen. Sie ist recht anspruchslos, warum sie an vielen Standorten in Massen vorkommt. Nicht selten lässt sie sich am Wegrand finden.

Essbarer Teil:
Im Frühjahr sind die Stängel, Blätter und Blüten köstlich alspikanter Wildsalat. Im Sommer werden die Stängel faserig. Die Blätter lassen sich jedoch jederzeit essen. Im Herbst und Winter kann der erfahrene Waldläufer die ölhaltigen und scharfen Samen sammeln.

Beschreibung:
Obwohl der Name impliziert, dass die Knoblauchsrauke mit dem Lauch verwandt ist, gehört sie zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) wie Raps, Senf und Kohl. Wie seine Verwandten besitzt die Knoblauchsrauke oder das Knoblauchskraut einen scharfen Geschmack. Der Geruch der zerriebenen Blätter erinnert stark an Knoblauch.

Die gewellten oder gezahnten Blätter sitzen recht kurz gestielt direkt am Halm. An der oberen Spitze des Krautes sitzt eine kleine Traube mit kreuzblütigen Blüten. Selbst der Laie erkennt, dass die vier weißen Blütenblätter kreuzförmig zueinander angeordnet sind. Das Blütenzentrum ist grünlich gefärbt. Zwischem Blattspreite (Blattfläche) und Blattstiel lassen sich oft Ausbuchtungen erkennen.

Der Stängel ist leicht kantig und in Wurzelnähe teilweise bahaart.

Im Winter erkennt man die Knoblauchsrauke an der braunen und holzigen Farbe und den etwa 5-10 cm langen dünnen Schoten mit  etwa 1mm großen schwarz glänzenden Samen.

Wert der Pflanze/ Inhaltsstoffe
Ähnlich wie ihre Verwandten wie Kohl und Senf enthält die Knoblauchsrauke scharfe Senfölglucoside.

Neben dem hervorragendem Geschmack sind jene außerdem aufgrund ihrer positiven Eigenschaften auf den Organismus bekannt. Besonders bei Erkältungen sollen die Scharfstoffe aufgrund der schleimlösenden Wirkung positive Auswirkungen haben.

Die Pflanze eignet sich gut als Wildsalat, zur Beilage auf Touren oder auch zum Transport im getrockneten Zustand. Kleingeschnitten verfeinert sie Soßen und kann als Pesto verwendet werden.

Die besonders Ölhaltigen Samen lassen sich teilweise in großen Mengen sammeln und dienen so der Energiegewinnung.

Verwechslungsgefahren:
Aufgrund der eindeutigen Blatt- und Blütenform und des eindringlichen Geruchs bestehen kaum Verwechslungsgefahren.