Der Portulak, (hier der wilde Sommerportulak) ist in Wuchs und Systematik der Vogelmiere nicht ganz unähnlich. Der Sommerportulak ist eine kleine einjährige Pflanze, die am Boden kriechend oft ganze Felder bedeckt. Als Art, die ursprünglich aus den wärmeren Regionen der Erde kommt (die Gattung selbst ist weltweit verbreitet), sind Blätter fleischig und gegen Verdunstung geschützt.
In mediterranen Regionen ist die als Salat beliebte Pflanze so verbreitet wie in Deutschland das Gänseblümchen.

Sommerportulak / Gemüseportulak / Portulak

Portulaca oleracea

Verbreitung:
Den Gemüseportulak findet man in seiner ursprünglichen Verbreitungszone, den subtropischen und mediterranen Bereichen nahezu überall bis - vom Meer bis zur Baumgrenze. In Mitteleuropa ist seine Verbreitung auf die wärmeren Regionen im Süden. Er wächst gerne auf lehmigen Böden. Im Sommer bis Herbst trocknet er aus bzw. stirbt ab.

Essbarer Teil:
Alle Pflanzenteile dieses alten Wildgemüses sind essbar. Während die jungen Blätter und Blüten einen angenehm nussigen Geschmack haben, sind die größeren Blätter etwas bitter und robuster. Die winzigen Samen können mit den verblühten Blütenständen abgesammelt und im ganzen verzehrt werden.

Beschreibung:

Aufgrund seiner enormen Anpassungsfähigkeit, die Garant für seinen Erfolg ist (Der Portulak gehört zu den weltweit häufigsten Pflanzen überhaupt). Das bedeutet jedoch auch, dass seine Form sehr variieren kann. Die Blätter erinnern an gedrungenen wilden Feldsalat. Sie stehen scheinbar gegenständig (nur leicht versetzt) an den Trieben. In den Blattachseln lassen sich fädige Nebenblätter erkennen. Die buttergelben Blütenstände tragen aus 5 "Blüten"blättern verwachsene Kronen. Die zahlreichen Staubgefäße stehen um einen runden Fruchtknoten, der die Samen beinhaltet. 

Der Gesamthabitus ist gedrungen und kriechend. Die grün-violetten Triebe verzweigen sich leicht am Boden, von wo aus einzelne Stängel nach oben wachsen, jedoch selten höher werden als 20 cm.

Wert der Pflanze/ Inhaltsstoffe

Der Portulak ist aufgrund seiner leicht xeromorphen Anpassung und seiner weiten Verbreitung und dem geringen Nährwert eine ideale "Trinkwassserpflanze". Alleine die Samen sind nennenswert nahrhaft. Die grünen Bestandteile des Portulaks werden gerne wie Feldsalat eingesetzt oder klein geschnitten als Gewürz in Frühlingsquark oder Joghurt gegeben. Sehr große Mengen des Portulaks sollte man nicht zu sich nehmen (etwa um den Energiebedarf zu stillen, benötigt man einige Kilogramm täglich), da er wie die Mieren relevante Mengen von Saponinen enthält.

Der Portulak gehört zu den "Unkräutern", die seit der menschlichen Frühzeit als Nahrung - und aufgrund seiner hohen Mineralien- und Vitamingehalts - als klassische Heilpflanze genutzt wurden.

Verwechslungsgefahren:
Keine bekannt.