Rohrkolben

Typha sp.

Verbreitung:
Da Rohrkolben weltweit vorkommen und aufgrund ihrer speziellen Fruchtstände nahezu unverwechselbar sind, eignen sie sich besonders gut als Nahrungsressource. Überall wo es Wasser gibt können Rohrkolben den schlammigen Uferbereich, den so genannten Röhricht besiedeln. Rohrkolben wachsen bevorzugt in Nährstoffreichen Gewässern und an kleinen, seichten Tümpeln.

Essbarer Teil:
Die Photosyntheseprodukte des Rohrkolbens, also Zucker, werden in einem langläufigen Rhizom eingelagert. Diese Wurzelrhizome lassen sich genauso verwenden wie die zarte Blatbasis junger Blätter. Sind nur ältere Blätter vorhanden, kann das „Grüne“ nach dem Kochen aus den Fasern ausgekaut werden. Junge Sprosse können wie Spargel verarbeitet werden.

 

Beschreibung:
Rohrkolben werden von vielen erst nach dem Blühen erkannt. Die zigarrenähnliche Frucht brachte dem Gewächs allerlei Beinahmen wie Pfeifenputzer, Kanonenputzer oder im englischen Sprachraum auch Cattail (Katzenschwanz) ein. Doch auch ohne diese auffällige Blüte lassen sich Rohrkolben anhand einiger Merkmale sicher ansprechen.

Eine einzelne Pflanze besteht aus nahezu runden Halmen, auf denen die Fruchtstände sitzen. Die Laubblätter entspringen dem Halm oft unterirdisch. Sie sind zwischen 3 und 5cm breit und werden bis zu 3 Meter lang. Das Laub ist deutlich fleischiger als jenes von Schilf oder anderen Gräsern. Ihr Querschnitt entspricht einem Kreisanschnitt, wodurch sie sich deutlich von andeen Pflanzen ähnlicher Form unterscheiden.

Wert der Pflanze/ Inhaltsstoffe
Besonders interessant ist neben der kosmopoliten Verbreitung auch der Umstand, dass die Pflanze Stärke einlagert. So können die Rhizome besonders in Jahreszeiten, in denen es wenig Nahrungsangebot gibt wichtige Nahrungsgrundlage sein. Mit einigem Aufwand werden Sie aus dem Boden gescharrt und können entweder Roh, geröstet oder gekocht verzehrt werden. Interessant sind im Survivalsinn auch die Samen, die stark behaarte Achänen bilden Flugkörper, die in großen Mengen von ausgereiften Fruchtkörpern abgestreift werden können. Sie dienen getrocknet als hervorragende Feueranzünder. Funken reichen aus, um die feinen Härchen zu einer fast explosionsartigen Entzündung zu bringen.

Verwechslungsgefahren:

Rohrkolben sollten nicht mit giftigen Iridaceaen verwechselt werden, also mit Lilien oder Schwertlilien, deren Blattform dem Rohrkolben ähnelt. Auch der bevorzugte Standort ist der selbe, nämlich an Gewässerufern. Unterscheiden lassen sie sich anhand der Blattbasis, die bei Schwertlilien aus schwertartigen Scheiden entspringen, wo sie eine zwiebelartige Knollen bildet. Alle Blätter der Schwertlilien entspringen dort in einer Linie.