Oxalis spec.

Verbreitung:
Die verschiedenen Sauerkleearten der Gattung Oxalis sind weltweit verbreitet. In Mengen findet man die Pflanze in kühleren Jahreszeiten (Subtropen & Tropen) auf sonnigen und feuchten Ebenen, in Mitteleuropa als schattenliebenden Waldsauerklee (O. Acetosella) auch in dichten Wäldern.

Essbarer Teil:
Alle Oxalisarten enthalten in verschiedenen Mengen der gesundheitsschädlichen Oxalsäure sowie Oxalate (vgl. Araceae). Die Blätter und Blüten können als säuerliche Beigabe für Wildsalate und Suppen verwendet werden. Oxalathaltige Pflanzenteile dürfen nur in Maßen genossen werden. Nach dem Verblühen liegen in den fünfkammrigen Kapselfrüchten kleine ölhaltige Samen.

Beschreibung:

Auch wenn der deutsche Name „Sauerklee“ darauf hinzuweisen scheint, sind die Oxalisarten in keiner Weise mit dem Klee verwandt. „Echter Klee“ gehört zu den Fabaceae (Schmetterlingsblütler), während die  Sauerkleegewächse einer eigenen Familie angehören: den Oxalidaceae.
Die Namensgleichheit entstammt der Konvergenz der Pflanzen: Die ooft uterseits behaarten Laubblätter sind drei- oder mehrteilig gefiedert, wobei die einzelnen Fiedern wie bei den Kleearten herzförmig oder umgekehrt eiförmig sein können.
Neben dieser Ähnlichkeit gibt es zwischen den beiden Pflanzengruppen keine Gemeinsamkeit.
Die Blüten von Oxalis sind fünfzählig und radiär. Die in den deutlich ausgebildeten, fünfblättrigen Kelch eingezogene Krone ist kaum verwachsen – die einzelnen Kronblätter lassen sich auszupfen.
Bei einigen Oxalisarten stehen die roten, gelben, weißen oft geäderten Blüten in Köpfchen an einem Stiel zusammen.
Die langen Kapselfrüchte ähneln jenen des Storchenschnabels. Bei Samenreife springen die Kapseln auf und verstreuen die kleinen Samen. Möchte man das Öl verwenden, werden die Früchte in leicht unreifem Zustand in einem Gefäß gesammelt und getrocknet. Dabei springen die Früchte auf und die Samen lassen sich einfach von den Fruchtklappen trennen, rösten und zerstoßen.

Wert der Pflanze/ Inhaltsstoffe
Neben den Ölen in den Samen ist vor allem die Oxalsäure und Oxalate wichtige Wirkstoffe. Die Sauerkleearten (vor allem O. acetosella) wurden in der Vergangenheit zur Kleesäureproduktion geerntet.
Bei Genuss von großen Mengen kann es zu Vergiftungen kommen!

Verwechslungsgefahren:

Es sind keine Verwechslungsgefahren bekannt. Achtet man auf die „Kleeblätter“ ist eine  Verwechslung praktisch ausgeschlossen.