Taubnessel
Lamium album/maculatum/purpureum ect.

Verbreitung:
Die Taubnesselarten unterscheiden sich untereinander in ihrer Morphologie, sind jedoch allesamt Weltweit verbreitet

Essbarer Teil:
Nektar der Blüten, Blütenknospen und Blätter

 

Beschreibung:
Ähnlich aussehend wie die Brennessel jedoch in eine völlig unterschiedliche Familie eingeordnet ist die Taubnessel eine häufig zu findende Pflanzenart. Die Farben von Blüten und den leicht gesägten Blättern können dabei deutlich differieren. Gemeinsam haben sie meist einen viereckigen Stängelquerschnitt und lippenblütige Quirle in den oberen Blattachseln. Im Gegensatz zu den Brennesselarten besitzen Taubnesseln keine Brennhaare, wodurch sie trotz der Ähnlichkeit der Laubblätter einfach voneinander unterschieden werden können. Nahe verwandt mit Taubnesseln sind Gundermann und Kriechender Günsel, welche alle die typischen Blüten in Quirligen Ständen haben.

Wert der Pflanze/ Inhaltsstoffe
Taubnesseln werden traditionell in der Volksheilkunde bei Atemwegserkrankungen und entzyndlichen Beschwerden verwendet. Die schwache Wirkung lässt sie jedoch eher als Wildgemüße denn als Heilkraut verwerten. Die Triebe haben einen ganz eigenen Geschmack, der leicht süßlich etwas an Apfel erinnert. Die Blüten lassen sich aussaugen und so geringe Mengen nektar erhaten. Sinnvoller ist jedoch das Verarbeiten der gesamten Pflanze als Spinat oder Salat.

Verwechslungsgefahren:
Aufgrund der großen Ähnlichkeit können Taubnesselarten mit den Halbschmarotzern der "Klappertöpfe" (Rhinanthus) verwechselt werden. Ein deutliches Erkennungsmerkmal ist, dass Klappertöpfe keine grünen Farbstoffe an den oberen Blattquirlen bilden, weshalb sie gelbe Blätter besitzen. Die Giftigkeit der Klappertöpfe ist unklar, es sollten Verwechlungen jedoch vermieden werden.