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Pflanzliche Notnahrung
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Für viele Outdoorer gibt es nichts schöneres als Schnee, Eis und tiefe Temperaturen,

kuschelig in einem Daunenschlafsack eingepackt lässt sich bei sternenklarer Nacht selbst die klirrenste Kälte überstehen.

In Deutschland sind im Winter Nachttemperaturen von unter minus 20 Grad Celsius möglich, manchmal wird es noch kälter.

Leider büßen Schlafsäcke im Laufe ihres Lebens ihre Füllkraft ein. Die Isolationswirkung lässt nach und es kann sein, dass man in den frühen Morgenstunden, die die Kältesten sind, etwas friert.

Also muss ein neuer her. Der Alte muss weg! Bevor der Schlafsack in einer zeremoniellen Verbrennung vernichtet wird, nehmen Sie sich bitte kurz Zeit für folgenden Vorschlag:

Stellen Sie sich vor, es gibt Menschen, die keinen Schlafsack besitzen. Und nun subtrahieren Sie zu diesem Umstand eine Wohnung, genügend Essen, geeignete Kleidung und Gesundheit.

Für viele Menschen bedeutet der Winter weniger die Schönheit der Eiskristalle und den unberührten Pulverschnee als der Kampf um das nackte Überleben.

Warum leben die Menschen auf der Straße?

Es gibt vielfältige Gründe für Menschen, auf die Abwärtsspirale zu kommen, die häufig im Verlust der Unterkunft und letztendlich des Lebens wie wir es kennen, endet.

Häufig führen psychische Krankheiten, Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit auf die Straße. Manchmal ist es der schmerzliche Verlust eines Angehörigen oder des Arbeitsplatzes. Viele Menschen sehen sich plötzlich mit einer Wohnungslosigkeit konfrontiert. Und es werden immer mehr.

Gibt es für den Winter keine Übernachtungsstellen?

Es gibt glücklicherweise sehr wohl Übernachtungsstätten, die von staatlichen, kirchlichen oder privaten Organisationen betreut werden. Die Übernachtungsplätze werden häufig abends geöffnet und morgens wieder verschlossen. Es ist natürlich kein richtiger Ersatz für eine Wohnung. 

Viele Obdachlose können jedoch aus verschiedenen Gründen dieses Angebot nicht annehmen.
Ähnlich entwurzelt wie ihre Lebensweise ist die Unabhängigkeit der räumlichen Güter ein häufiger Grund für das Leben auf der Straße: Einige Menschen können nicht in geschlossenen Räumen übernachten, sei es beispielsweise aus psychischen Gründen wie Soziophobien oder einer schweren Alkohol- oder Drogenabhägigkeit (viele Übernachtungsstätten dulden verständlicherweise keinen Konsum in den Räumlichkeiten). 

Diese Menschen sind gezwungen in der Stadt zu leben und draußen zu übernachten. In Abbruchhäusern oder am Türspalt großer Einkaufszentren versuchen Sie den Erfrierungen und dem Erfrieren zu entgehen, genau so wie in SB-Terminals von Banken. 

Schnell werden Sie jedoch vom Wachschutz wieder an die "frische Luft" begleitet.

Das ist ja schrecklich, hilft denen niemand?

Doch! Glücklicherweise helfen verschiedene Organisationen durch Ausgabe von warmen Mahlzeiten, Decken und einem Gespräch. Wie Sie sicher wissen, sind jedoch "winterharte" Decken und Schlafsäcke kaum bezahlbar. So werden Baumwolldecken des roten Kreuzes und der Bundeswehr verteilt. Sie bieten kaum Schutz gegen Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Diese Organisationen sind auf Spenden angewiesen.

Und hier kommen wir Outdoorer ins Spiel.

Wie kann ich helfen?

Im Winter und zu Weihnachten werden viele neue Schlafsäcke gekauft.
Wer sich an einem neuen Winterschlafsack erfreut, behält seinen alten jedoch gerne im Schrank - auch wenn er nie wieder benutzt wird, oder wirft ihn in den Müll.

Jeder noch so alte Schlafsack, dessen Isolation für  uns "wärmeverwöhnten" Schläfer nicht mehr ausreicht ist jedoch um Welten besser als die Decken und Schlafsäcke, die ausgegeben werden können.

Werfen Sie ihren alten Schlafsack bitte nicht weg!

Spenden Sie ihn an eine Organisation, die ihn an Obdachlose verteilt, oder nehmen Sie sich den Mut und verschenken ihn auf der Straße an Hilfsbedürftige. Sprechen Sie Obdachlose an - es sind Menschen wie Sie und ich! Fragen Sie, ob der jenige einen Schlafsack benötigt. Und sei es nur ein Sommerschlafsack, der die Stunden am Tage in der Fußgängerzone erträglich macht.

Wenn Sie nicht wissen, wo hin Sie sich wenden können, suchen Sie im Telefonbuch nach einer "Übernachtungsstätte". Fragen Sie bei sozialen Einrichtungen nach wie zum Beispiel der AWO, fragen Sie in der Kirche.

Ihre Hilfe wird benötigt. Und es kostet Sie nichts, als ein wenig Überwindung. 

Ein Gedankengang, der Ihnen vielleicht etwas Überwindungsarbeit abnehmen wird: Viele der Obdachlosen lebten lange Zeit normal eingegliedert in die Gesellschaft, als Arbeiter, als Lehrer oder sogar Geschäftsführer. Durch einen unglücklichen und unvorhersehbaren Zustand sitzen sie plötzlich im Kalten.

 Wissen Sie, wo Sie in fünf Jahren schlafen werden?  Sicher?

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