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Der Gemeine Krummstab ist eine im Mittelmeerraum und Nordafrika weit verbreitete sowie häufige Pflanze, die im unverarbeiteten Zustand jedoch giftig ist. Diese Araceae enthält ebenso wie alle Vertreter der Familie Oxalate und Raphiden. Ähnlich der Wasserlinse Lemna spec. fehlen ihr jedoch die ansonsten für Aronstabgewächse typischen Beigifte, die Aurum, Philodendron oder Anthurium so gefährlich machen. Vergleichbar mit den asiatisch-tropischen Colocasiae bzw. Taro bildet der gemeine Krummstab stärkehaltige Knollen (jedoch deutlich kleiner), die zu tausenden um kleine Pflanzenansammlungen aus dem Boden gescharrt werden können. 

Oxalis spec.

Verbreitung:

Arisarium wächst an der gesamten Mittelmeerküste, auf den Kanaren und Azoren. Auf sonnigen, halbtrockenen, sogar leicht salzhaltigen Böden wuchert er in dichten bodendeckenden Teppichen. Die Pflanze ist relativ anspruchslos und in ihrem Verbreitungsgebiet außerordentlich häufig.

 



Essbarer Teil:

Die Wurzelknollen enthalten verschiedene Speicherstoffe, unter anderem Stärke. Aufgrund der Oxalate sollten die Knollen vor dem Verzehr in kochendem Wasser durchgegart oder vollständig getrocknet worden sein. Wer sicher gehen möchte, raspelt die Speicherknollen klein, wässert sie über Nacht in kaltem Wasser und kocht sie danach. Zwar können auch die Blätter zu Spinat zubereitet werden (vorher gut kochen!), aufgrund meist vorhandener Alternativen und dem geringen Nährwert lohnt sich dieser Aufwand jedoch meist nicht – es sollten stattdessen besser roh essbare Pflanzenteile gesammelt und kurz blanchiert werden.

 

Beschreibung:

Der Gemeine Krummstab ist eine eher unscheinbare Pflanze, deren im Vergleich zu anderen Araceae kleine (nur 10 – 15 Zentimeter langen) pfeilförmige Blätter wie Bärlauch aus dem Boden wachsen. Das Laub ist deutlich benervt, gelegentlich am Rand gewellt. Auffällig ist die Pflanze nach dem Aufblühen. Der längs bräunlich bis dunkelviolett gestreifte Kelch bildet eine gebogene Röhre, aus der ein (für die Familie typischer) Blütenkolben ragt. Die Röhre ist von einem spitz auslaufenden Lappen bedeck.
Entfernt erinnert der Krummstab an die fleischfressenden Kannenpflanzen. Nach dem Verblühen reifen grüne Beeren, die nicht verzehrt werden sollten!

Im unverarbeiteten Zustand ist die Pflanze giftig! Diese Araceae enthält ebenso wie alle Vertreter der Familie Oxalate und Raphiden. Ähnlich der Wasserlinse Lemna spec. fehlen ihr jedoch die ansonsten für Aronstabgewächse typischen Beigifte, die Aurum, Philodendron oder Anthurium so gefährlich machen. Vergleichbar mit den asiatisch-tropischen Colocasiae bzw. Taro bildet der gemeine Krummstab stärkehaltige Knollen (jedoch deutlich kleiner), die zu tausenden um kleine Pflanzenansammlungen aus dem Boden gescharrt werden können.

Die haselnussgroßen Knollen des Krummstabes müssen ebenso wie Taro vor dem Verzehr korrekt verarbeitet worden sein. Sie finden sich in größeren Mengen in einer Tiefe von 10-30 Zentimetern. Die Knollen sind dunkel, lassen sich unter Wasser durch Abreiben mit der Hand leicht schälen. Unter der runzligen Schale sind sie weiß, der austretende Pflanzensaft ist klar und etwas schleimig.

Wert der Pflanze / Inhaltsstoffe

Dort wo die Pflanze wächst, wurde sie seit jeher als Notnahrung während Kriegen oder Hungersnöten gesammelt und verzehrt. Je Ar lassen sich einige Kilogramm der Knollen ernten. Man sollte jedoch schon beim Sammeln darauf achten, die Finger gegen den Saft der Blätter zu schützen, da es sonst zu Hautirritationen kommen kann. Die Knollen enthalten größere Mengen von Stärke und können deshalb sehr gut als Kohlenhydratkomponente während Nahrungsengpässen genommen werden. Bei der Zubereitung sollte man Sorgfalt walten lassen und nie vergessen, dass diese Pflanze einer potentiell gefährlichen Familie angehört.
Bei Vergiftung mit ungenügend zubereiteten Knollen sind stechende Schmerzen, Schwellung und Rötung von Mund, Hals und Zunge die Folge. Erbrechen sollte nicht ausgelöst werden, da die lokale Reizung hauptsächlich Folge der Reibung mit Schleimhäuten beim Kauen ist.

Verwechslungsgefahren / Sonstiges:

Wer nur wenig Erfahrung mit Pflanzenbestimmung hat, sollte unbedingt darauf achten, dass Arisarium kompakte Knollen ausbildet und nicht verzweigte oder längliche Rhizome. Die Blätter sind kleiner als diejenigen anderer, teils hochgiftiger Araceae. Spätestens mit dem Erscheinen der Blüte mit dem gebogenen Kelch und dem nach vorne gekrümmten Kolben ist eine Verwechslung eher unwahrscheinlich. Ist der Geschmack der gekochten Knollen brennend scharf, kann es sein, dass eine Verwechslung vorliegt oder die Pflanze nicht ausreichend zubereitet worden ist. Die Knollen sind verzehrbar, wenn der Geschmack angenehm nussig (entfernt an Maronen und Schwarzwurzel erinnernd), die Konsistenz leicht faserig bzw. mehlig und ohne stark brennendes Gefühl auf Mund und Zunge ist.
Wird die Knolle nur gekocht und nicht zusätzlich gewässert oder getrocknet, sind leichte, aber ungefährliche Schleimhautreizungen möglich.
ACHTUNG: Pflanzen der Gattung Arum besitzen ähnliches Laub, sind jedoch hochgiftig.